icon recherche
Mobilität

Poller verhindert Durchfahrt für Grenzgänger

Grenzgänger, die früher durch Emerange gefahren sind, um Mondorf zu umgehen, müssen sich jetzt einen anderen Weg suchen. Die Gemeinde hat die Nase voll vom Pendlerverkehr.

Veröffentlicht par KaptanListe die 14/06/2018 | 3.553 Ansichten

Die Strecke durch Emerange im Süden Luxemburgs ist eine bei Grenzgängern beliebte Umfahrung von Mondorf, wo es zu Hauptverkehrszeiten zu enorm viel Verkehr – und damit längeren Fahrzeiten kommt.

Schengen ohne Grenzen – das war einmal

Doch die Bewohner von Emerange konnten diesen Schleichverkehr nicht mehr ertragen und setzten jetzt beim zuständigen Bürgermeister von Schengen die Installierung eines Pollers durch, der die Durchfahrt verhindert.
Die Straßensperre ist automatisch versenkbar. Doch genau dann, wenn die meisten Grenzgänger einfach nur pünktlich bei der Arbeit sein wollen – oder eben Zuhause – ist sie oben, nämlich morgens von 6 bis 9 Uhr und Nachmittags zwischen 16 und 19 Uhr.

Es besteht kein Zweifel, dass dieser Poller erhebliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr haben wird.
Die RD 1, die nach Mondorf führt, wird so regelmäßig verstopft sein.
Besonders in den ersten Wochen werden viele Autofahrer aufwendig wenden müssen.

Der Gemeinde geht es eigenen Angaben zufolge nicht darum, Grenzgänger zu diskriminieren, sondern den Kindern den sicheren Weg zur Schule zu ermöglichen.
Rund 10.000 Autos haben die Straße zu Stoßzeiten genutzt.

 

Zweimal die Woche , Erhalten Sie den kostenlosen Newsletter von diegrenzgaenger.lu

Anderswo im Internet

TheDuke
110 Kommentare
Vor 1 Jahr

Dem kann ich nur zustimmen. Auch die Preise des ÖPNV sind super günstig. Ein Jahresticket kostet für die Zone 1 750€!

ondskapt
330 Kommentare
Vor 1 Jahr

@peet70:
"Ich finde es schon einen komischen Zufall wieviele Straßen in und um Wasserbillig ausgerechnet zur Zeit der Bauarbeiten auf der A64 gesperrt sind.... ": Glaubst du die Baustellen würden gewollt so gelegt werden um die Autofahrer zu ärgern??...davon hat doch keiner was.
Die N10 ist momentan gesperrt bedingt durch einen erneuten Erdrutsch. Solche Phänomene sind unvorhersehbar.
CR141b Baustelle sollte eigentlich schon fertig gestellt sein, wurde aber durch den Erdrutsch auf der N10 Ende Januar um 2 Monate verschoben.

info
2500 Kommentare
Vor 1 Jahr

Der Nahverkehr erinnert an "alle Wege führen nach Rom", hier wohl eher alle Linien führen nach Luxemburg Stadt.

Um von da weiter zu kommen in das Industriegebiet "am Arsch der Welt" braucht es oft sehr lang, folglich ist es keine Alternative. Bei mir sind zb die letzten 8km mit einer Zeit von 40min verbunden.