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Politik

Krise hat Einzelhandel bislang kaum erreicht

Die Einzelhändler loben die deutschen Verbraucher: Die Wirtschaftskrise habe den Einzelhandel bislang kaum erreicht, erklärte der Branchenverband HDE in Berlin.

Veröffentlicht par KaptanListe die 01/07/2009 | 188 Ansichten

 

Die Verbraucher ließen sich durch “Horrorszenarien” und “politischen Aktionismus” nicht Bange machen. Für das laufende Jahr rechnet der HDE zwar mit einem leichten Umsatzminus von zwei Prozent – damit bewege sich der Einzelhandel aber im Rahmen der seit Jahren üblichen Schwankungen, sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser.Im Einzelhandel herrschten seit zwei Jahrzehnten Flaute und scharfer Wettbewerb, sagte der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) weiter. Seit 1995 sank der Anteil des Einzelhandels an den privaten Konsumangaben von rund 35 Prozent auf rund 28 Prozent im vergangenen Jahr. Die Unternehmen der Branchen seien also krisenerprobt und ließen sich auch jetzt das Geschäft nicht kaputtreden, sagte Sanktjohanser. Niedrige Preise und gute Leistung seien das Rezept des Handels gegen die Krise. Angesichts einer Inflationsrate um die null Prozent mussten die Verbraucher für in den ersten sechs Monaten des Jahres voraussichtlich nicht mehr ausgeben als im Vorjahr, sagte der HDE-Präsident. Er rechne damit, dass die Preise auch im gesamten Jahr kaum steigen werden. Der Umsatz der Branche wird nach Einschätzung des HDE dennoch leicht zurückgehen. Im ersten Halbjahr gehe der Verband von einem Rückgang von zwei Prozent aus, sagte Sanktjohanser. Er machte dafür auch die Abwrackprämie verantwortlich: Sie leite das Geld der Verbraucher einseitig um, und zwar zu Lasten des Einzelhandels. Eine geringfügig bessere Entwicklung sei nicht ausgeschlossen, sagte Sanktjohanser. Dies hänge wesentlich von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ab. Da aber mit einer wesentlichen Verschlechterung in den kommenden Monaten und besonders im kommenden Jahr zu rechnen sei, wollte der HDE-Präsident keine Umsatzprognose für 2010 abgeben. Der HDE-Präsident sprach sich deutlich gegen staatliche Hilfen aus. Die seit Anfang Juni insolvente Warenhauskette Karstadt etwa hätten die Kunden gemieden. Die Voraussetzung dafür, Warenhäuser auch weiterhin rentabel zu betreiben, seien geeignete Standorte, moderne Sortimente und eine klare Zielgruppenorientierung.

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