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Politik

Rede zur Lages der Nation: Bettel zieht Bilanz

Positiv fiel die Bilanz des Premiers über die Zeit seint des Regierungswechsels aus. Wirklich interessant war allerdings der Teil seiner Rede, in der es um das geplante Arbeitszeitmodell geht. Außerdem soll der Mindestlohn reformiert werden.

Veröffentlicht par KaptanListe die 29/04/2016 | 1.767 Ansichten

“Unserem Land geht es besser als vor zwei Jahren.”
So hat Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel die derzeitige Situation seines Landes in seiner “Rede zur Lage der Nation” zusammengefasst.

Das Wirtschaftswachstum habe im vergangenen Jahr 4,8 Prozent betragen – soviel, wie seit fünf Jahren nicht mehr, betonte Bettel.
Auch die Arbeitslosenquote gehöre mit 6,5 Prozent zu den niedrigsten in Europa.

Für Arbeitnehmer dürfte Bettels Ansage zum Thema Flexibilisierung der Arbeitszeit gewesen sein.
Luxemburgs Premierminister kündigte an, dafür ein neues Gesetz schaffen zu wollen.
Muss er auch, war die Tripartite der Regierung zusammen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften in dieser Sache kürzlich gescheitert.
Derzeit dürfen Arbeitnehmer innerhalb von vier Wochen im Durchschnitt maximal 40 Stunden pro Woche und acht Stunden pro Tag arbeiten.
Mehrarbeit muss also im gleichen Monat wieder ausgeglichen werden.
Dieser Zeitraum soll künftig auf bis zu vier Monaten verlängert werden.
Dafür stünde den Beschäftigten allerdings bis zu 3,5 zusätzliche Urlaubstage zu.

Auch in Sachen Mindestlohn soll es Veränderungen geben.
Das System des garantierten Mindesteinkommens (RMG) soll reformiert werden.
Darüber wolle die Regierung bald mit den Sozialpartnern reden.

Details zur Steuerreform waren ja bereits in den letzten Wochen bekannt worden.
Bettel bestätigte nochmals, dass die Körperschaftssteuer auf 18 Prozent und für Betriebe mit einem Gewinn unter 25.000 Euro auf 15 Prozent reduziert wird.

 

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