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Politik

Stimmungsmache bei Villeroy & Boch

Der Keramik-Hersteller Villeroy & Boch erwägt für den Fall einer Regierungs-Übernahme durch SPD, Linke und Grüne im Saarland, den Firmenhauptsitz nach Luxemburg zu verlagern.

Veröffentlicht par KaptanListe die 02/09/2009 | 2.174 Ansichten

V & B droht mit Abwanderung aus dem Saarland

Nach Worten des Aufsichtsratschef von Villeroy & Boch, Wendelin von Boch, werde die Firma im Fall einer rot-rot-grünen Machtübernahme über eine Verlagerung des Firmensitzes nachdenken. „Die Stimmung geht in diese Richtung“, sagte von Boch. Bisher gebe es noch keine Entscheidung, es handele sich um „Gedankenspiele, die einen politischen Kontext haben“. Von Boch wies darauf hin, dass das Unternehmen einen Standort in Luxemburg habe – nicht weit vom Firmensitz im nordsaarländischen Mettlach entfernt. Die Verwaltung und die Unternehmensspitze ließen sich leicht ins Großherzogtum verlegen, wenn die neue Landesregierung eine sozialistische Wirtschaftspolitik betreibe. “Die Stimmung geht in diese Richtung“, sagte von Boch. Bisher gebe es noch keine Entscheidung, es handele sich um „Gedankenspiele, die einen politischen Kontext haben“.

Gewerkschaften solidarisch

Kein Verständnis kann der LCGB für das Demokratieverständnis von Wendelin von Boch aufbringen. Drohungen um politischen Druck gegen eine mögliche rot-rot-grüne
Koalition im Saarland aufzubauen – und das auf dem Rücken der Arbeitnehmer – seien absolut unzulässig, so die Gewerkschaft in einem Schreiben.

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humork
4 Kommentare
Vor 11 Jahren

...dann hat V + B einen guten Kunden verloren und beim nächsten Polterabend gibt es einen Berg von Villeroy + Boch - Scherben!!!:sad:

roki
24 Kommentare
Vor 11 Jahren

....der "liebe" H. W. v. Boch droht, ach sowas!, mit intelligenter Betriebsführung bräuchte er das nicht, aber wer nur leere Flaschen oben hat, muß wohl Mafia-Methoden anwenden um vorwärts zu kommen.

H. W. v. Boch, gell, es ist schade, wenn die "guten, alten" Mitarbeiter rausgemoppt werden und die neuen nichts in der Birne haben!
Aber jeder bekommt das, was er verdient. Ich wünsche eine gute Zukunft für die "noch" Mitarbeiter.