icon recherche
Unterhaltung

EU will Bankgeheimnis bei Steuerflucht-Verdacht lockern

Die EU-Kommission nimmt das Bankgeheimnis in Luxemburg ins Visier. Die EU-Staaten sollen laut dem gestern vorgestellten Vorschlag mehr Amtshilfe bei Steuerdelikten leisten.

Veröffentlicht par KaptanListe die 03/02/2009 | 1.446 Ansichten

Nach dem Willen der Europäischen Kommission sollen sich die EU-Mitgliedstaaten künftig nicht mehr auf das Bankgeheimnis berufen können, wenn Partnerstaaten an sie Amtshilfeersuchen im Kampf gegen Steuerhinterziehung oder Steuerbetrug richten.

Im Kampf gegen grenzüberschreitende Steuerflucht will die EU künftig auch das Bankgeheimnis angreifen. Mitgliedstaaten sollen nicht mehr mit Verweis darauf Informationen zurückhalten können, sagte EU-Steuerkommissar Laszlo Kovacs in Brüssel. Er stellte zwei Gesetzesvorschläge zur besseren Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten bei Steuerflucht vor. Das EU-Parlament und die EU-Staaten müssen den Plänen noch zustimmen. Im Kern geht es darum, dass die Steuerbehörden schneller und besser zusammenarbeiten.

Länder, die sich in der EU-Gesetzgebung ein Bankgeheimnis vorbehalten, sind bisher Luxemburg, Belgien und Österreich. Bei der grenzüberschreitenden Zinsbesteuerung in der EU nehmen diese drei Länder nicht an dem allgemeinen Informationsaustausch über Zinseinkünfte von EU-Ausländern teil. Sie behalten deswegen eine Zinssteuer ein. 

 

 

 

Zweimal die Woche , Erhalten Sie den kostenlosen Newsletter von diegrenzgaenger.lu

Anderswo im Internet