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Unterhaltung

Rallye-Wochenende in Trier

Der beliebte Showstart der Fahrer findet in diesem Jahr nicht an der Trierer Porta statt - sondern am Kölner Dom. Auch der Sonntag bleibt ruhiger...

Veröffentlicht par KaptanListe die 21/08/2013 | 4.964 Ansichten

Die Vorbereitungen sind voll im Plan und der deutsche Weltmeisterschaftslauf steht in den Startlöchern.

371,92 Kilometer Wertungsprüfungen, die vor den Teilnehmern der ADAC Rallye Deutschland liegen.
Die erwarteten 200.000 Zuschauer des deutschen WM-Laufs dürfen sich 2013 auf eine ganz besondere Premiere freuen: Erstmals starten die WRC-Stars wie Sébastien Ogier, Mikko Hirvonen oder der deutsche Sepp Wiegand nicht an der Porta Nigra in Trier – sondern am Kölner Dom.
“Dass die ADAC Rallye Deutschland 2013 erstmals in Köln startet, ist eine großartige Weiterentwicklung der Rallye, die wir seit über zehn Jahren erfolgreich ausrichten. Wir bringen die Rallye-Stars und ihre Hightech-Boliden mitten in die Großstadt, um noch mehr Menschen für die Faszination des Rallye-Sports zu begeistern. Sportlich steht der Großraum Trier aber nach wie vor im Zentrum der ADAC Rallye Deutschland. Mit dem Start am Kölner Dom und der Siegerehrung an der Porta Nigra von Trier schließt sich ein Kreis”, so ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.

Auch auf ein weiteres Highlight müssen die Motorsportfans in diesem Jahr verzichten: Es wirdam Sonntag keinen “Circus Maximus” in der Trierer Innenstadt geben.
Den traditionellen Schlusspunkt markiert dennoch die Siegerehrung vor der historischen Kulisse der Porta Nigra in Trier.

Ein Besuch des Messeparks lohnt sich dafür aber an allen Veranstaltungstagen. Das Gelände südwestlich vom Stadtzentrum Trier ist Dreh- und Angelpunkt während der gesamten Rallye: Morgens 15-Minuten-Service, mittags 30-Minuten-Service und abends der 45 Minuten Flexi-Service – nirgendwo sonst kann man Fahrern und Teams so gut bei der Arbeit über die Schultern schauen oder Autogramme sammeln. Der Servicepark ist darüber hinaus beliebte Anlaufstelle mit Fan-Shops, Info-Punkt, Essen und Trinken, Sanitäranlagen, Arzt und zahlreichen weiteren Einrichtungen.

Wertungsprüfungen im Überblick

Shakedown Konz (Mittwoch, 21. August 2013, 12:00 Uhr, Länge 4,55 km)
Der Shakedown, das “Warm-up” der Rallye-Piloten, ist eine gute Gelegenheit, die Fahrzeuge den ganzen Tag über an verschiedenen Stellen zu sehen. Tipp: In der Arena Kommlingen führt die Strecke an beiden Seiten eines besonders gut einsehbaren Taleinschnittes entlang.

Fahrerpräsentation Köln, Kölner Dom – Roncalli-Platz (Donnerstag, 22. August 2013, 16:00 Uhr)
Erstmals beginnt die ADAC Rallye Deutschland in der Innenstadt von Köln. Nach dem Treffen der Teams am Butzweilerhof findet die Fahrerpräsentation auf dem Roncalli-Platz direkt am Kölner Dom statt. Die Zuschauer dürfen sich auf die Stars der Rallye-WM und ihre beeindruckenden Fahrzeuge freuen. Rallye-Feeling aus nächster Nähe – natürlich bei freiem Eintritt! Im Anschluss fahren die Piloten durch die City zum Harry-Blum-Platz am Rhein. Von dort aus machen sie sich ab 16.15 Uhr auf vorgegebener Route auf den Weg zur ersten Wertungsprüfung.

WP 1 Blankenheim (Donnerstag, 22. August 2013, 17:53 Uhr, Länge 23,54 km)
Eine Autostunde südwestlich von Köln erwartet die Rallye-Piloten die erste Herausforderung: Die komplett neue Wertungsprüfung Blankenheim führt vom Start bei Rohr über Reetz, Freilingen, Vellerhof, Hüngersdorf an Dollendorf vorbei zum WP-Ziel. Ein sehr anspruchsvoller Auftakt mit engen, langsamen, aber auch schnellen Kurven sowie ständigen auf- und abwärts führenden Passagen. Hier gilt es für die Teams von Anfang an, hellwach zu sein. Vom Zuschauerpunkt Hüngersdorf haben Fans die Fahrzeuge besonders lange im Blick.

WP 2 Sauertal (Donnerstag, 22. August 2013, 19:58 Uhr, Länge 14,10 km)
Am gleichen Abend steht noch eine weitere neue Wertungsprüfung bei der ADAC Rallye Deutschland auf dem Programm: Die erstmals ausgetragene WP Sauertal bietet den Fans entlang der Strecke ein neues Highlight. Die Prüfung führt die Teilnehmer über anspruchsvolle Asphaltwege durch die hügelige Eifellandschaft bis fast an die Grenze zu Luxemburg. Gute Sicht auf das Geschehen genießt man vom Zuschauerpunkt bei Trierweiler.

WP 3 & 6 Mittelmosel (Freitag, 23. August 2013, 10:43 Uhr und 16:12 Uhr, Länge 22,95 km)
Am Freitag geht es in die Weinberge. Die Prüfung inmitten der Rebenhänge ist ein Highlight mit zahlreichen Aussichtpunkten: Wie in einem Amphitheater steht man beispielsweise im Bereich der Weierbach Kehre. Im Abschnitt Heidenkopf können gleich mehrere Kurven eingesehen werden. Der Schlussabschnitt der Wertungsprüfung hat 2013 eine neue Streckenführung.

WP 4 & 7 Moselland (Freitag, 23. August 2013, 11:31 Uhr und 17:00 Uhr, Länge 22,79 km)
Die komplette Prüfung findet auf schmalen Winzergässchen statt. Mit kniffligen Kurven für die Fahrer – besonders bei Nässe. Optischer Glanzpunkt ist die Panorama-Straße über der Mosel. Von den zahlreichen Zuschauerplätze hat man die Fahrzeuge sehr lange im Blick. Dichte Vorbeifahrten garantieren ein intensives Rallye-Erlebnis.

WP 5 & 8 Grafschaft (Freitag, 23. August 2013, 12:24 Uhr und 17:53 Uhr, Länge 19,94 km)
Wo sich Mosel und Hunsrück die Hand reichen, jagen bei dieser Wertungsprüfung die weltbesten Rallye-Stars durch die zahlreichen Spitzkehren. Umrahmt werden die Haarnadel-Manöver von beeindruckenden Natur-Tribünen wie der Arena Veldenz: Ein großer Wiesenhang, von dem man beste Sicht auf das Geschehen genießt.

WP 9 & 12 Stein & Wein (Samstag, 24. August 2013, 08:03 Uhr und 14:25 Uhr, Länge 26,54 km)
Auf dieser anspruchsvollen Wertungsprüfung steht den Fahrern ein weiterer steiniger Aufstieg in die Weinberge bevor. Die meisten Abschnitte haben weitläufige Bereiche mit Zuschauerplätzen auf Hängen und Mauern. Tipp: Die beste Sicht gibt es am Zuschauerpunkt Z6 “Waldrach Sportplatz”.

WP 10 & 13 Peterberg (Samstag, 24. August 2013, 09:06 Uhr und 15:28 Uhr, Länge 9,23 km)
Im vergangenen Jahr erstmals im Programm, bildet diese kurze aber intensive Wertungsprüfung auch 2013 einen Höhepunkt. Diesmal wird jedoch in die andere Richtung gefahren als noch 2012: Die WP führt die Teilnehmer durch die Höhen und Tiefen des nördlichen Saarlands. Im Streckenabschnitt Eiweiler geht es extrem steil bergauf und es sind gleich mehrere 90°-Kurven zu bezwingen. Den dortigen Zuschauerpunkt “Eiweiler” sollte sich kein Fan entgehen lassen.

WP 11 & 14 Arena Panzerplatte (Samstag, 24. August 2013, 10:29 Uhr und 16:51 Uhr, Länge 41,08 km)
Sie ist und bleibt die Königsprüfung der ADAC Rallye Deutschland. Nicht nur wegen ihrer Länge, sondern weil sie Mensch und Material vor extreme Herausforderungen stellt. Die WP auf dem Truppenübungsplatz Baumholder hat eine einzigartige Charakteristik. Die Fahrer fürchten die eng am Straßenrand stehenden Hinkelsteine und die Fans lieben die Zuschauerpunkte wegen der tollen Übersicht und der großartigen Fotopunkte wie z.B. bei der legendären Sprungkuppe “Gina”.

WP 15 & 16 Dhrontal (Sonntag, 25. August 2013, 09:18 Uhr und 11:36 Uhr, Länge 24,58 km)
Ein Muss für jeden Besucher dieser Wertungsprüfung ist der Abschnitt Galeria Dhron. Hier lassen sich die Rallye-Boliden von oben herab beim Spurt durch die Weinberge verfolgen. Mit einem Feuerwerk an Spitzkehren, in denen die Piloten ihre Boliden mit Handbremswenden ums Eck zirkeln. Eine der besten Aussichten in der Rallye-Weltmeisterschaft. Der zweite Durchgang der WP Dhrontal wird in diesem Jahr als Power Stage gefahren, in der es extra Punkte in der WM-Wertung gibt.

Siegerehrung Porta Nigra, Trier (Sonntag, 25. August 2013, 14:00 Uhr)
Die historische Porta Nigra in Trier bildet auch 2013 wieder die einzigartige Kulisse für die offizielle Siegerehrung der ADAC Rallye Deutschland. Hier können die Fans noch einmal die Rallye-Helden des deutschen WM-Laufs feiern.

 

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LuxRacer
122 Kommentare
Vor 7 Jahren

Tragische Sache, deshalb kann man grundsätzlich aber nicht die ganze Rallye in Frage stellen. Jeder der sie verfolgt hat wird von einer spannenden und aus sportlicher Sicht sehr anspruchsvollen Rallye sprechen. Soche Unfälle können leider immer passieren, auch bei anderen Sportarten. Die Region Trier braucht sehr wohl solche Grossveranstaltungen, was das betrifft sind wir nicht gerade sehr verwöhnt in unserer Gegend.

pendler111
500 Kommentare
Vor 7 Jahren

Die Stadt sieht keinen Grund, aus der Deutschland-Rallye auszusteigen. Hintergrund sind die beiden schweren Unfälle mit zwei Toten und zwei Schwerverletzten. Ein Sprecher der Stadt sagte dem SWR, bei einem solchen Rennen könne immer etwas passieren. Die Sicherheitsstandards seien trotzdem sehr hoch. Die Stadt Trier habe sich ohnehin vertraglich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2015 den ADAC bei der Rallye zu unterstützen.
Quelle: SWR

pendler111
500 Kommentare
Vor 7 Jahren

"Die Stadt sieht keinen Grund, aus der Deutschland-Rallye auszusteigen. Hintergrund sind die beiden schweren Unfälle mit zwei Toten und zwei Schwerverletzten. Ein Sprecher der Stadt sagte dem SWR, bei einem solchen Rennen könne immer etwas passieren. Die Sicherheitsstandards seien trotzdem sehr hoch. Die Stadt Trier habe sich ohnehin vertraglich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2015 den ADAC bei der Rallye zu unterstützen."
Quelle: SWR