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Unterhaltung

Trier fest in römischer Hand

Alljährlich kann man in Trier Geschichte besonders hautnah erleben. Bei "Brot und Spiele" kehrt die Moselstadt zu ihrem Ursprung zurück. Auch in diesem Jahr war die Zeitreise in die Römerzeit ein voller Erfolg. Mit Fotogalerie.

Veröffentlicht par KaptanListe die 17/08/2009 | 1.487 Ansichten

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Trier fest in römischer Hand

Mit knapp 23.000 Besuchern haben die Organisatoren des Römerspektakels “Brot und Spiele” eine positive Bilanz gezogen. Der Andrang bei den Gladiatorenkämpfen im Amphitheater sei so groß gewesen wie nie zuvor.

Im Amphitheater hat die Tochter des römischen Kaisers Mark Aurel, Lucilla (ca. 148-181 n. Chr.), persönlich zu Gladiatorenkämpfen – Brot und Spiele –  geladen. In der neuen Inszenierung “Schicksal in Flammen” wollte sie damit die Gunst des Trierer Volkes gewinnen, um lange verschollene Bücher über die Zukunft Roms in Trier wiederzufinden. Im Oval der fast 2000 Jahre alten Arena entschieden die Zuschauer nach jedem Kampf der Gladiatoren wie einst die Römer über das Schicksal des Helden, indem sie voller Inbrunst “vita” oder “mors” – Leben oder Tod – rufen.
Die “Berufsgladiatoren” des Mailänder Instituts für experimentelle Archäologie haben das Leben der Gladiatoren wissenschaftlich untersucht – und boten dem Publikum “echte Kämpfe oder vorherige Absprachen”, das hatte der Leiter des Instituts, Dario Battaglia, versprochen. In diesem Jahr zeigten sie Kämpfe und Rüstungen, die jahrhundertelang in Vergessenheit geraten waren. “Eine Weltpremiere”, so der Organisator des Spektakels, Ronald Frank.

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Fotos: Amelie Fey

Authentisches Römerleben – in Frieden und im Kampf

Tagsüber ließ sich in den Kaiserthermen reichlich antikes Handwerk in einer Zeltstadt zu bestaunen: vom Kettenhemd-Knüpfen, Korb- und Pfeilemachen, Knochenschnitzen und Kosmetika-Herstellen.
Auf dem Exerzierfeld wurde gezeigt, was Römer hoch zu Pferd alles leisten mussten. Roß und Reiter in ihren Rüstungen beeindruckten gleichermaßen die großen und die kleinen Zuschauer.

Die Mystische Nacht zeigte Klang- und Lichtinstallationen in den eintausend Meter langen, unterirdischen ehemaligen Versorgungsgängen der Trierer Kaiserthermen. Hier bot der renommierte Komponist Peter Mergener zum Thema „Mythen und Orakel“ neue Elektronikmusik zum Wandeln und Träumen.

Oberirdisch, unter freiem Himmel, legen renommierte DJ’s chilligen Sound auf den Plattenteller. Neu in 2009 in der Römerlounge ist Livemusik, unter Ihnen am Freitag die Jazz-Größe Johannes Müller am Saxophon.

Brot und Spiele erfolgreich wie nie

Veranstalter Ronald Frank von der Medienfabrik zeigt sich sehr zufrieden: „Wir haben ein sehr gutes Jahr mit Rekorden in den Vorverkaufszahlen (50 Prozent mehr als im Vorjahr). Das ist ein Bomben-Erfolg. Und wir sind im Budget geblieben.

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