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Gesellschaft

Bald Kryptowährungsautomaten in Luxemburg?

Bargeld gegen Bitcoins eintauschen - eine verrückte Idee? Zumindest nicht auf deutscher Seite, wo in Bayern gerade der erste Automat für Kryptowährungen aufgestellt wurde. In Aussicht steht vielleicht eine ähnliche Initiative im Großherzogtum.

Veröffentlicht par KaptanListe die 17/08/2022 | 699 Ansichten
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Ingolstadt: sein Audi-Museum, sein gotisches Schloss, sein altes Rathaus und … sein Kryptowährungsautomat. Letzterer, der seit einigen Wochen in Betrieb ist, wurde von der deutschen Volksbank Bayern Mitte in Betrieb genommen und ist Eigentum des österreichischen Anbieters Kurant.

Wie funktioniert das?

In Ingolstadt können Personen, die ihr Bargeld in Kryptowährungen umtauschen wollen, also ab sofort an den Geldautomaten treten und dort 10- bis 500-Euro-Scheine (oder Münzen über einen QR-Code für die Zieladresse) einwerfen, wobei der Mindestbetrag 50 Euro beträgt.

Diese Neuerung hat offensichtlich die Aufmerksamkeit des luxemburgischen Abgeordneten Marc Goergen (Piratenpartei) erregt, der es sich nicht nehmen ließ, vor einigen Tagen die Finanzministerin Yuricko Backes auf die Möglichkeit einer ähnlichen Initiative in Luxemburg anzusprechen.

“Derzeit keine Informationen”

In ihrer Antwort vom 9. August gab die Ministerin an, dass sie “derzeit über keine Informationen” zu diesem Thema verfüge und dass sie nicht wisse, “ob Banken oder andere beaufsichtigte Entitäten derzeit erwägen, solche Automaten in Luxemburg aufzustellen oder sie grundsätzlich auszuschließen”. Auch von Seiten der ABBL, der Vereinigung der Banken und Bankiers in Luxemburg, gab es keine Informationen.

Wenn jedoch ein oder mehrere spezialisierte Institute ihren Kunden die Möglichkeit bieten wollen, ihre Münzen und Banknoten gegen Kryptowährungen einzutauschen, erinnert Yuricko Backes daran, dass sie “sich bei der Kommission für die Überwachung des Finanzsektors (CSSF) als Anbieter von virtuellen Vermögensdiensten registrieren lassen müssen. Diese Institute unterliegen ebenfalls dem geänderten Gesetz vom 12. November 2004 zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.“

Was ist eigentlich eine Kryptowährung?

Weil es nicht immer leicht zu verstehen ist, sei daran erinnert, dass eine Kryptowährung eine digitale Währung ist, die im Internet verwendet wird. Ihre Besonderheit ist, dass sie unabhängig von Banknetzwerken ist und an ein Verschlüsselungssystem gebunden ist.

Um zu funktionieren, muss diese virtuelle Währung auf einer Blockchain beruhen, d. h. einem Mechanismus, den man mit einem Register aller getätigten Transaktionen vergleichen könnte. Mit ihrem Verschlüsselungssystem garantiert die Blockchain die Zuverlässigkeit der Transaktionen.

Bitcoin war die erste Kryptowährung, die auf einer Blockchain basierte. Seitdem sind weitere virtuelle Währungen wie Litecoin oder Namecoin entstanden. Das Wort Bitcoin stammt aus dem Englischen und setzt sich aus “Bit” (“binäre Informationseinheit”) und “Coin” (“Münze”) zusammen.

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Anderswo im Internet

Vera79
1359 Kommentare
Vor 1 Monat

Naja, abgesehen von dem ungeheuren Stromverbrauch des Mining und dass der ECDSA-Algorithmus anfällig ist für den Shor-Algorithmus, sodass es möglich wäre den privaten Schlüssel herauszufinden, empfehle ich zur weiteren Abschreckung den Artikel von Kenneth Rogoff in der "Zeit" zum Thema Schattenwirtschaft ... 

heipasaju
24 Kommentare
Vor 1 Monat

Vielleicht sollte man sinnvollere Pläne haben.