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Arbeit

Ambulanzfahrer, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter: die Unterschiede

Ob als Rettungssanitäter, als Notfallsanitäter oder Ambulanzfahrer, wer in einem Kranken(Notfall)dienst tätig ist: es werden in Luxemburg als auch in Deutschland unterschiedliche Kompetenzen abverlangt.

Veröffentlicht par Helge Germeshausen die 08/12/2022 | 302 Ansichten

Anderer Job, andere Legitimation: die geforderten Fähigkeiten für Sanitäter, die im Rettungs- / Krankendienst arbeiten

Es ist eine oft verkannte Tatsache, dass im Großherzogtum der Beruf des Rettungssanitäters im engeren Sinne mit dem des Feuerwehrmanns gleichgesetzt wird. Zumindest für die Berufstätigen, die bei dringenden Hilfseinsätzen tätig werden müssen.

Auf der einen Seite ist eine diplomierte Berufsausbildung erforderlich, auf der anderen Seite werden keine Qualifikationen verlangt. Insbesondere für die Angestellten von “Ambulanztaxis” gelten ganz andere Vorschriften als bei den Rettungsfachkräften. Sowohl hier, als auch in Deutschland.

Sanis für die luxemburgische Feuerwehr

Seit 2018 und der Gründung des Großherzoglichen Brand- und Rettungskorps (CGDIS) wurde ein einheitliches Statut für das Personal beschlossen, das für Soforthilfe-Einsätze tätig ist. Diese müssen Berufsfeuerwehrleute sein.

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Und sie sucht wieder neue Mitstreiter. Wer also in Feuerwehr-Uniform als Rettungssanitäter arbeiten will, muss mehrere Bedingungen erfüllen:

+ Zum Zeitpunkt des Beginns der Auswahlprüfung 17 Jahre alt sein.

+ Sie müssen die ersten fünf Schuljahre an einer regulären Sekundarschule erfolgreich absolviert haben oder die mittlere Stufe der allgemeinbildenden Sekundarschule erfolgreich abgeschlossen haben oder das berufliche Eignungsdiplom (DAP) erhalten haben.

+ Andere Möglichkeit: Vorlage einer Bescheinigung über eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung.

+ Die Auswahlprüfung für die Zulassung zum Praktikum bestehen (vom Staat organisierte allgemeine Eignungsprüfung und vom CGDIS organisierte spezielle Prüfung).

+ Ein Erscheinungsbild haben, das mit der Ausübung der Funktion und dem Tragen der Uniform vereinbar ist.

Grenzgänger sind für diese Art von Posten natürlich nicht ausgeschlossen. Tatsächlich ist der Zugang zu den Funktionen innerhalb des CGDIS, einschließlich des Rettungssanitäters, keineswegs nur auf luxemburgische Staatsangehörige beschränkt. Das Innenministerium erklärt: “Der Beruf ist für alle Staatsangehörigen der Europäischen Union zugänglich“.

Unter dem Status eines Staatsbeamten

Wie bei den “Feuersoldaten” müssen auch diejenigen, die in den Ambulanzen des CGDIS tätig werden wollen, über Kenntnisse in den drei Verwaltungssprachen des Landes verfügen. Die Fähigkeit, Französisch, Luxemburgisch oder Deutsch zu verstehen und sich verständlich zu machen, ist für die Kommunikation mit Unfallopfern oder Patienten in Schwierigkeiten unerlässlich.

Sobald ein Rettungssanitäter in das CGDIS aufgenommen wurde, verfügt er also über den (vorteilhaften) Status eines “Staatsbeamten”.

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Fahrer von Ambulanztaxis

Und was ist mit dem Fahren von Ambulanztaxis? Hier wird weder ein Abschluss noch eine Grundausbildung vorgeschrieben. Und das gilt auch für die rund 30 Unternehmen des “Sekundärtransports”, die von der staatlichen Gesundheitskasse für die Beförderung von Kranken zugelassen sind. Dies- und jenseits der Grenze.

Klärung erwartet

Seit mehreren Jahren prangert die Vereinigung Patiente Vertriedung diese Tatsache an. Sie kritisiert insbesondere die unzureichende Qualität der Pflege, die diese Sanitäter eventuell leisten, oder die mangelhafte Hygiene an Bord der Fahrzeuge.

Das Gesundheitsministerium sagt, es habe diese Beschwerden gehört. Aber seit Jahren wurde der angekündigte Gesetzentwurf zur Klärung der Qualifikationen, die für die Tätigkeit als Ambulanztaxi erforderlich sind, noch nicht erörtert.

Es versteht sich von selbst, dass angesichts der wachsenden Einwohnerzahl Luxemburgs und eines besseren Service für die Versicherten die Zahl der offenen Stellen steigt. Der Beruf stellt also weiterhin ein.

Wie sieht mit dem San-Dienst in Deutschland aus?

Rettungssanitäter/in

Die Ausbildung ‘Rettungssanitäter’ ermöglicht den Einstieg in den Rettungsdienst. Sie ist ideal für eine Nebentätigkeit, zum Beispiel neben dem Studium oder auch zur Überbrückung. Auch für Ehrenamtliche, die sich in einer Hilfsorganisation engagieren, ist dies eine wertvolle Weiterbildung.

Rettungssanitäter werden in der Krankenbeförderung eingesetzt. Außerdem können sie als Fahrer in der Notfallrettung tätig werden, wo sie gemeinsam mit Notfallsanitäter/innen und bei Bedarf auch Notärzten medizinische Notfälle versorgen.

Notfallsanitäter/in

Die Ausbildung ‘Notfallsanitäter’ ist eine vollwertige Berufsausbildung. Notfallsanitäter/innen werden in der Notfallrettung eingesetzt und versorgen Patientinnen und Patienten in medizinischen Notsituationen. In kritischen Situationen arbeiten Sie mit Notärzt/innen zusammen, sie werden aber auch alleinverantwortlich tätig.

Der Beruf des Notfallsanitäters (in Deutschland in der Regel NotSan abgekürzt) hat den bisherigen Rettungsassistenten als höchste berufliche, nicht ärztliche Qualifikation im Rettungsdienst abgelöst und gehört zu den Gesundheitsfachberufen.

Die nächsten Anlaufstellen in unserer Großregion befinden sich zum Beispiel in Bitburg und Trier.

Weitere Informationen unter DRK

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