Wäre Luxemburg ein Schulkind, so würde es für sein zweites Quartal 2023 eine Note mitGutem Ergebnis” erhalten. Zumindest was die Aktivitäten im Einzelhandel betrifft. Während in allen europäischen Mitgliedstaaten das Verkaufsvolumen erneut zurückging (-2%), verzeichneten die Geschäfte und Boutiquen im Großherzogtum ein Plus von 5,5% (im Vergleich zum Zeitraum April-Juni 2023).

In seiner jüngsten Veröffentlichung hebt der Statec diesen Anstieg hervor, da der Zuwachs umso höher zu bewerten sei, wo er doch in den Geschäften der Großregion bei weitem nicht erreicht wird. So “verloren” die Einzelhandelsgeschäfte im gleichen Zeitraum in 🇧🇪Belgien -7%, in 🇩🇪Deutschland -4% und in 🇫🇷Frankreich -2% an Umsatz.

Die Statistikbehörde will diesen Quartalsanstieg jedoch nicht bejubeln. Tatsächlich stellt der Statec fest, dass Luxemburg dieses erfreuliche Ergebnis zwei Verkaufskategorien zu verdanken hat, die sich überwiegend an eine nicht-residente Kundschaft richten. So stiegen die Umsätze im vergangenen Frühjahr (wieder) um 💻+20% im Fernhandel und um +5%⛽️ an Tankstellen (die Preise waren damals im Keller!).

Anstieg beim Verkauf von Zigaretten und Getränken

Wie sähe die Situation ohne diese beiden deutlichen Steigerungen aus? Nun, das Verkaufsvolumen im Großherzogtum wäre wie in den Nachbarländern geschrumpft. Mit einem Rückgang von -5,2 %! Die Rolle des Konsums von Grenzgängern, Arbeitnehmern und Anhängern des “Tanktourismus” als Stütze der nationalen Wirtschaft ist also zu begrüßen. Auch der 🚬Verkauf von Zigaretten (ein Markt, der hauptsächlich von ausländischen Kunden getragen wird) profitierte im letzten Frühjahr von einer Rückkehr der Kunden (+3%).

Im Gegensatz dazu sah es für einige luxemburgische Handelssektoren angesichts des nahenden Sommers eher schlecht aus. So verzeichnete der Handel mit Investitionsgütern (📲Computer, Kommunikation, Möbel usw.) im zweiten Quartal 2023 einen Rückgang der Transaktionen um -10% im Vergleich zu den Geschäften, die 2022 in diesem Sektor in denselben drei Monaten getätigt wurden.

Das Statec schätzt, dass die Umsätze in den Hyper- und Supermärkten des Großherzogtums sowie in den auf 📚Kultur- und Freizeitgüter spezialisierten Einzelhandelsketten im selben Zeitraum um -4% zurückgingen. Auf der anderen Seite der Skala verzeichneten Lebensmittel– und Getränkemärkte einen Anstieg der Kassenabschlüsse um etwa 3 %.

 

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