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Gesellschaft

Mit welchem Holz heizen wir am besten?

Wer einen Kamin oder Holzofen im Haus hat, steht beim Thema Brennholz oft vor der Qual der Wahl. Doch welche Vor- und Nachteile haben die verschiedene Arten?

Veröffentlicht par AymericHenniaux die 24/11/2022 | 398 Ansichten

Mit welchem Holz heizen wir am besten? Die Unterschiede und das Handling.

Ob nun teure Eiche, günstige Fichte oder wohlriechende Birke –  Heizen ist für viele Haushalte ein wichtiges Thema. Und dies nicht nur in diesem Winter, wo die Energiepreise (und bei Weitem nicht nur die) am explodieren sind. Und obwohl im Zuge der Energiekrise auch die Preise für Brennholz stark gestiegen sind, ist der heimische Energielieferant Holz beliebter denn je.

Das günstigste Holz ist dabei jedoch nicht unbedingt auch der kosteneffizienteste Energielieferant. Wann lohnt sich also welches Holz und welche Brennwerte werden mit den verschiedenen Hölzern erreicht?

Der Brennwert und Heizwert

Beim Energiegehalt von Holz kann man zwischen zwei verschiedenen Kennzahlen unterscheiden: Dem Brennwert und dem Heizwert. Der Brennwert ist die komplette Energie eines Stoffes, die beim Verbrenner maximal frei wird. Dazu gehört auch der dabei entstehende Rauch. Öfen mit sogenannten Wärmetauschern nutzen diese im Rauch enthaltene Wärme und erzielen damit bessere Heizergebnisse.

Vom Heizwert spricht man bei Kaminen oder Öfen ohne Wärmetauscher, bei denen die Wärme im Rauch nicht genutzt wird, sondern lediglich die bei der Verbrennung entstehende Hitze. Der Heizwert ist immer geringer als der Brennwert.

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Energiegehalt von Brennholz

Generell können alle Hölzer zum Heizen verwendet werden. Laubbäume haben in der Regel jedoch einen höheren Energiegehalt pro Raummeter, beziehungsweise pro Kilogramm.

An der Spitze stehen dabei Buche und Eiche, sie sind die energieeffizienteste Wahl fürs Heizen mit Holz. Eichenholz ist jedoch bei offenen Kaminen nicht zu empfehlen, da durch die im Holz enthaltene Gerbsäure unangenehme Gerüche entstehen. Eichenholz ist daher nur für geschlossene Öfen zu empfehlen.

Heizen mit geschreddertem Holz

Knapp dahinter landen andere Laubholzarten, wie Ahorn, Esche und Kirsche, mit nur geringfügig kleinerem Brennwert.

Birkenholz hat im Vergleich zu anderen Laubbäumen einen etwas geringeren Brennwert, ist aber besonders für gemütliche Abende am Kamin zu empfehlen, da es eine schöne blaue Flamme bildet und wegen der ätherischen Öle im Holz beim Abbrennen angenehm riecht.

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Brennwert verschiedener Holzarten in Kilowattstunden pro Raummeter:

+ Eiche: 2.100 KWh/Rm

+ Buche: 2.100 KWh/Rm

+ Esche: 2.100 KWh/Rm

+ Robine: 2.100 KWh/Rm

+ Kastanie 2.000 KWh/Rm

+ Ahorn: 1.900 KWh/Rm

+ Birke: 1.900 KWh/Rm

+ Ulme: 1.900 KWh/Rm

+ Kirsche: 1.800 KWh/Rm

+ Lärche: 1.700 KWh/Rm

+ Kiefer: 1.700 KWh/Rm

+ Douglasie: 1.700 KWh/Rm

+ Erle: 1.500 KWh/Rm

+ Fichte: 1.500 KWh/Rm

+ Tanne: 1.500 KWh/Rm

+ Weide: 1.400 KWh/Rm

Wegen des hohen Harzgehalts brennt Nadelholz schneller und entwickelt auch mehr Hitze als Laubholz. Daher eignet sich Nadelholz vor allem zum anzünden. Bei offenen Kaminen sollte man sich jedoch vor dem verstärkten Funkenflug durch das Harz in Acht nehmen.

Feuchtes Brennholz verliert Energie

Bei feuchtem Holz muss eine größere Menge Energie bei der Verbrennung aufgewendet werden, um das im Holz enthaltene Wasser zu verdampfen. Dadurch sinkt der Brennwert mit zunehmender Feuchtigkeit.

Waldfrisches Holz hat einen Wasseranteil von etwa 50 %, sommertrockenes Holz (einen Sommer gelagert) von 30 %, lufttrockenes Holz von 15 % und kammertrockenes Holz von 10 %. Eine entsprechende Trocknung des Holzes ist daher das A und O bei effektivem Heizen.

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