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Gesundheit

Diskussion um Impfung von Grenzgängern

Ursprünglich waren Pendler "herzlich eigeladen" worden, sich in Luxemburg impfen zu lassen. Jetzt rudert das Großherzogtum zurück. Luxemburg ist allerdings ohnehin Schlusslicht in der Großregion.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 16/02/2021 | 4.036 Ansichten
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Luxemburgs Gesundheitsministerin Paulette Lenert hat angekündigt, dass Grenzgänger nun doch in ihrem Wohnland geimpft werden sollen.

Damit fährt das Großherzogtum einen ganz anderen Kurs, als noch vor wenigen Wochen.

Relevanter Artikel: Xaver Bettel: Grenzgänger sind eingeladen, sich impfen zu lassen

“Unsere Entscheidungen haben wir im Sinne der Risikopatienten getroffen”, rechtfertigt sich die Ministerin.

Enttäuschte Grengänger könntn allerdings aufatmen. Denn Luxemburg impft eben doch nicht so schnell, sondern eher im Schneckentempo.

Luxemburgs Impfquote unterirdisch

Viele Grenzgänger hatten gehofft, in Luxemburg früher an der Reihe zu sein, als im Wohnland.
Dabei ist das Großherzogtum einer aktuellen Prognose von Politico alles andere als schnell.

Demnach sollen bis Ende August dieses Jahres 26 Prozent der Franzosen, 22 Prozent der Deutschen, 21 Prozent der Belgier und 18 Prozent der Luxemburger Einwohner geimpft sein.

Damit ist Luxemburg in Sachen Impfungen Schlusslicht in der Großregion.
Bis Dezember 2022 sollen der Berechnung zufolge bereits 70 Prozent der Franzosen geimpft sein. Deutschland könnte dieses Ziel bis Mai 2023 erreichen, Belgien einen Monat später und Luxemburg im Oktober 2023.

Grenzgänger wurden bei diesen Berechnungen bereits nicht mit berücksichtigt.
Die neue Impfstrategie wird Luxemburg also keine Ergebniskosmetik bei der Impfquote liefern.

 

 

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Anderswo im Internet

Lux2015
132 Kommentare
Vor 2 Wochen

Hallo,
ich finde es sehr schade, dass die Grenzgänger in der Kommunikation teilweise unerwähnt bleiben oder auf das Wohnland abgestellt wird.
Grenzgänger sind vollwertige Mitglieder in der luxemburgischen Krankenversicherung und sollten ganz normal innerhalb der Impfreihenfolge berücksichtigt werden. Welches Argument gibt es einem 100% Krankenkassenmitglied eine Gesundheitsleistung vorzuenthalten?
Da die arbeitenden Grenzgänger sowieso erst mal nicht drankommen, sollten hier auch keine Risikogruppen in Lux benachteiligt werden.
 

Spliff
4 Kommentare
Vor 2 Wochen

Diese Aussagen sind schon sehr befremdlich. Ich glaube es geht nicht darum früher als in Deutschland geimpft zu werden, aber das Recht dazu zu haben. Da muss ich Lux2015 recht geben. Warum bezahlen wir hier Steuern und Krankenkassenbeiträge. Man kann auf die Grenzgänger gerade im Gesundheitswesen nicht verzichten, so kamen die Aussagen während der Pandemie. In Steuerangelegenheiten werden die Grenzgänger den luxemburger Einwohner doch auch gleich gestellt, warum dann nicht bei den Gesundheitsleistungen?

Karni186
9 Kommentare
Vor 2 Wochen

Naja ich bin Grenzgänger und wurde schon in Lux geimpft.

transfrontalier123
11 Kommentare
Vor 1 Woche

Impfen ist eine medizinische Dienstleistung, also spätestens wenn sich der Erste bei der EU-Kommission beschwert, wird man sich auch als Grenzgänger impfen lassen können.
Bist Du Risikogruppe Karni?
Ich bin jetzt keine, habe auch vor mich impfen zu lassen allerdings werde ich erstmal so bis in den Sommer warten, gut jetzt käme ich sowieso nicht dran, ich möchte aber erstmal sehen wie sich die Mutationen entwickeln, wenn eine kommt gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht wirken auch doof, alle paar Monate zum Impfen will ich auch nicht.

Chaossurfer
1 Kommentare
Vor 1 Woche

Hoffe mal die Prognose stimmt nicht. Das wäre ein absolutes Armutszeugnis für jedes Land

Karni186
9 Kommentare
Vor 1 Woche

Geschrieben von: transfrontalier123 Impfen ist eine medizinische Dienstleistung, also spätestens wenn sich der Erste bei der EU-Kommission beschwert, wird man sich auch als Grenzgänger impfen lassen können. Bist Du Risikogruppe Karni? Ich bin jetzt keine, habe auch vor mich impfen zu lassen allerdings werde ich erstmal so bis in den Sommer warten, gut jetzt käme ich sowieso nicht dran, ich möchte aber erstmal sehen wie sich die Mutationen entwickeln, wenn eine kommt gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht wirken auch doof, alle paar Monate zum Impfen will ich auch nicht.
 

Krankenpfleger.

foxi1000
64 Kommentare
Vor 1 Woche

Ich lasse mich auf keinen Fall impfen. Sehe auch nicht das Recht dazu zu haben das Lux. dies durchführen sollte, finde das ist Sache des Wohnsitzlandes. Auch eine Impfung gegen den Virus ist nur eine gewisse Zeit begrenzt wirksam.

tuggi70
7 Kommentare
Vor 1 Woche

Es ist Schade dass die Grenzgaenger jetzt doch im Wohnland geimpft werden sollen und nicht in Luxemburg (bin selbst betroffen), aber die Erklärung ist ja gegeben worden von Frau Lenert.Das Problem ist dass die Verteilung der Impfdosen von der EU strikt nach Einwohnerzahl gerechnet wird, und nicht auf Einwohnerzahl + 200.000.Nur deswegen wurde jetzt umgedacht. Als Herr Bettel die Aussage machte, war ja auch nicht gewusst dass die Lieferungen so schleppend vorangehen.
Das hat jetzt nichts mit den Beiträgen bei der Gesungheitskasse zu tun, weil die Impfungen werden sowieso nicht über die Gesundheitskasse finanziert, sondern über das allgemeine Budget.

transfrontalier123
11 Kommentare
Vor 4 Tagen

Keine Angst, mit einer Impfung ist es nicht getan, die jährliche Coronaimpfung wird kommen wie die Grippeimpfung und dann können sich auch Grenzgänger in lux impfen lassen, wenn jetzt die Impfstoffproduktion anläuft gibts sowieso bald zuviel Impfstoff, dann ist das kein Problem mehr. Ich glaube nicht, dass die aktuellen Impfstoffe in Bezug auf Langzeitfolgen extrem riskant sind, aber bis Herbst gibts dann sicher schon die nächste Generation Impfstoffe, die nochmal sicherer sind, der Erste zu sein ist sowieso nicht immer optimal.