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Gesundheit

Schikane durch Kollegen und Vorgesetzte

Mobbing am Arbeitsplatz: Eine ernsthafte Gefahr für alle Betroffenen

Veröffentlicht par KaptanListe die 31/10/2017 | 2.938 Ansichten

Die Arbeitswelt bietet Raum für viele Arten von Konflikten, die zwischen einzelnen Arbeitnehmern und ihren Arbeitgebern entstehen. Diese lassen sich in den meisten Fällen friedlich und erwachsen aus der Welt schaffen.
Oft liegen auch nur einfache Missverständnisse vor. Komplexer und schwieriger wird jedoch es beim Thema Belästigung und üble Nachrede am Arbeitsplatz, oder kurz: Mobbing.

Die folgende Auflistung zeigt Merkmale, die für Mobbing am Arbeitsplatz typisch sind:

  • Es wird immer eine bestimmte Person drangsaliert: Ist ein Arbeitgeber verärgert, kann dieser auch mal das gesamte Personal lautstark kritisieren. Anders läuft es beim Mobben. Dabei wird dauerhaft eine einzelne Person, ohne plausible Gründe, immer wieder – mehr oder weniger spontan – angegriffen.
  • Die Belästigung verläuft systematisch: Jemanden zu mobben hat nichts mehr damit zu tun, konstruktive Kritik auszuüben. Hier herrscht von vornerein das Ziel der Destruktivität und der Wunsch, sich an demjenigen abzureagieren oder ihn zur Kündigung zu bewegen.
  • Es wird offen Respektlosigkeit demonstriert: Die Mobber zeigen offen ihre Abneigung gegenüber den Opfern und lassen auch nicht von diesen ab, wenn sie bereits sichtbar psychisch verletzt sind.
  • Handlungen finden dauerhaft statt: Mobbing am Arbeitsplatz kommt regelmäßig und häufig vor.

Einige Gruppen von Beschäftigten sind besonders gefährdet, Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz zu werden. Dazu gehören:

  • Weibliche Beschäftigte: Frauen tragen laut Mobbingreport ein 75 Prozent höheres Risiko auf der Arbeit schikaniert und ausgegrenzt zu werden.
  • Mitarbeiter in sozialen Berufen oder im Verkauf: Arbeitnehmer, die in diesen Branchen tätig sind, werden besonders häufig gemobbt.
  • Bestimmte Altersgruppen: Gemobbte Personen sind häufig unter 25 oder über 55 Jahre alt.

Menschen, die von Mobbing im Betrieb betroffen sind, machen häufig Fehler, die die Situation nur verschlimmern. Sie steigern sich emotional vollkommen in die Schikane hinein und erleichtern den Mobbern so ihr Vorgehen. Sie verhalten sich defensiv und hoffen darauf, dass die Belästigung von allein aufhört. Und oft versuchen sie, das Problem ohne Hilfe von außen zu bewältigen.

Ein Fall von Mobbing am Arbeitsplatz lässt sich nicht durch Abwarten lösen. Auch wenn der Gedanke und die Umsetzung Ihnen unangenehm erscheinen: Sie sollten die direkte Konversation mit Ihrem Peiniger suchen. Im Vier-Augen-Gespräch sollten Sie sachlich bleiben und nicht beleidigend werden. Fragen Sie frei heraus, warum er sich so verhält, wie er es tut.

Manche Täter lassen von ihren Opfern ab, wenn sie so direkt konfrontiert werden. Denn sie merken in diesem Moment, dass das Opfer sich nicht so einfach in seine Rolle zwingen lässt und eventuelle Konsequenzen drohen.

Reicht das nicht aus, suchen Sie sich in jedem Fall Hilfe. Bei Mobbing am Arbeitsplatz ist es immer ratsam, Verbündete an seiner Seite zu haben. Kontaktieren Sie Ihren Partner, Freunde, Verwandte oder auch gute Bekannte und besprechen Sie zusammen die Situation. (Quelle: arbeitsschutzgesetz.org)

Wer von Mobbing betroffen ist, findete auch in Luxemburg Hilfe. Alle Infos unter mobbingasbl.lu. Dort gibt es zum Beispiel einen Ratgeber für Mobbingbetroffene und ihre Angehörigen.
 

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