icon recherche
stock

685 weniger 195 bei Villeroy & Boch

Absatzrückgang auf dem deutschen Markt und asiatische Konkurrenz werden angeführt

Veröffentlicht par KaptanListe die 19/11/2003 | 740 Ansichten
comments2 Kommentare

Die Kollektivkündigung kommt zum 31.12.2003, die Kündigungsfrist
beträgt 6 Monate.

Die Gewerkschaften OGB-L und LCGB werden sich treffen, um ein gemeinsames Vorgehen
bei der Aushandlung des Sozialplans abzustimmen.

Über 25 Millionen Euro wurden in die Automatisierung der Fertigungsproduktion
im Werk im Rollingergrund investiert. Heute erledigt ein Roboter die Arbeit
von 3 Arbeitern.
Auch die geplante „Restrukturierung“, so Direktor Claude Pfeiffer,
dient der Sicherung der Arbeitsplätze in Luxemburg – die noch da sind.

Kein Trost für die freigesetzten Arbeitskräfte! Nach Auffassung von
Marcel Goerend (LCGB) dürfte deren Vermittlung in einen neuen Arbeitsplatz
in der Industrie sich als äußerst schwierig erweisen. Sie verfügen
nicht über Ausbildungsdiplome. Die betriebliche Weiterbildung innerhalb
des Unternehmens sei in den letzten Jahren stiefmütterlich behandelt worden.

Quelle: Christian Kintziger, “Umstrukturierung und Automatisierung bei
Villeroy & Boch. Roboter ersetzen Arbeiter”, “Tageblatt”
19.11.2003 www.tageblatt.lu

Zweimal die Woche , Erhalten Sie den kostenlosen Newsletter von diegrenzgaenger.lu

Anderswo im Internet

Hamisso
2364 Kommentare
Vor 16 Jahren

Der Abgeordnete Lucien Lux (LSAP) schlägt vor, dass der Staat die Sozialbeiträge für die zur Entlassung anstehenden Beschäftigten bei Villeroy & Boch übernehme, um damit die Zahl der Entlassenen zu verringern.
Eine solche Möglichkeit der staatlichen Hilfe besteht bislang nur für die Situation, dass durch Arbeitszeitverkürzung neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
(tageblatt, 29./30.11.2003, S. 19)

Hamisso
2364 Kommentare
Vor 16 Jahren

Über einen Sozialplan für 180 Beschäftigte wurde am Dienstag gesprochen, indes die Produktion stillstand. 89 € pro Monat Beschäftigungszeit wurde angeboten; die Gewerkschaften fordern 125 €. Die Namen der Betroffenen stehen noch nicht fest. Nachdem seit 1990 ein Einstellungsstopp verfügt wurde, beläuft sich das Durchschnittsalter der Belegschaft auf 46 Jahre mit einer durchschnittlichen Betriebsangehörigkeit von 18,5 Jahren.
(Lucien Montebrusco, "Streit wegen Sozialplan", Tageblatt 17.12.2003, S. 16)