Neue Enthüllungen zu Steueroasen mit brisanten Details

Ein neues Datenleck bringt Politiker, Konzerne und Reiche in Erklärungsnot. Wie die "Panama Papers" decken die "Paradise Papers" Geldverstecke auf.

Panama Papers war gestern, Paradise Papers ist heute und brandaktuell:
Das brisante Daten-Leck, das Einblicke in die Offshore-Finanzindustrie, deren reiche Klientel und in Steuerparadiese bringt, hat es mehr als in sich.
Ergebnisse der Recherche in insgesamt 1,4 Terabyte Daten gehören, zeigen, wie Großkonzerne Gewinne fast steuerfrei ins Ausland transferieren.
Die von einem internationalen Rechercheteam, zu dem auch "Süddeutsche Zeitung" (SZ), NDR und WDR gehören, über ein Jahr lang ausgewerteten Dokumente legen die Namen von mehr als 120 Politikern, Unternehmern und Sportlern aus fast 50 Ländern offen.

Im Zentrum der Enthüllungen steht diesmal eine Anwaltskanzlei namens Appleby mit Hauptsitz auf der Insel Bermuda.
Aus dieser Firma, die auf die Gründung und Betreuung von Briefkastenfirmen spezialisiert ist, stammen rund 6,8 Millionen vertrauliche Dokumente.
Dazu kommen weitere rund sechs Millionen Dokumente von Firmenbüchern aus 19 Offshore-Destinationen und noch einmal rund 600.000 weitere Dokumente einer weiteren Offshore-Dienstleistungsfirma aus Singapur

Die Appleby-Kunden seien "Top-Kunden", sagt ICIJ-Direktor Gerard Ryle im ORF-Bericht. "Wir sprechen von den größten Konzernen der Welt."
Die Unternehmen würden Appleby nutzen, um Steuern zu vermeiden oder möglichst wenig Steuern zu bezahlen. Das sei vielleicht nicht illegal, so Ryle.
"Aber die Dokumente zeigen, wie weit die Unternehmen gehen, um Steuern zu vermeiden."

In den Daten von Appleby und den Firmenbüchern der19 Offshore-Destinationen finden sich Prominente aus aller Welt.
Dabei ist zum Beispiel US-Handelsminister Wilbur Ross oder auch die britische Royal Family.
Dazu kommen Konzerne wie Nike, Apple oder Glencore, der größte Rohstoffhändler der Welt.
Auch Taxi-Konkurrent Uber, der Internet-Riese Facebook und der Haushaltsgerätehersteller Whirlpool stehen in den Paradise Papers. (Foto: ICIJ)

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