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Finanzen

Durchschnittsgehalt Deutschland: rund 49.200 Euro…?

Wie hoch ist das Durchschnittsgehalt in Deutschland? Eine einheitliche Betrachtung ist schwierig. Verschiedene Statistiken kommen zu unterschiedlichen Gehältern.

Veröffentlicht par Helge Germeshausen die 19/01/2023 | 854 Ansichten

Was ist das "durchschnittliche Gehalt" in Deutschland? Kann man nicht so einfach sagen...

Es gibt Werte für Männer und Frauen, Gehälter nach Branchen oder Ländern sowie nach Bildungsabschlüssen. Wir haben einige Zahlen für Sie zusammengestellt.

Vergleich zwischen Äpfel und Birnen

Wenn man nach dem durchschnittlichen Gehalt in er Bundesrepublik Deutschland fragt, muss man bei den Ergebnissen unterscheiden. Hier gilt es, zu trennen. Es existieren etliche verschiedene Analysen mit unterschiedlichen statistischen Werten, Bezugsgrößen, Zeiträumen oder Branchen – es gibt nicht den einen Wert mit dem „Durchschnittsgehalt Deutschland“.

49.200 Euro brutto im Jahr

Ein vollzeit­beschäftigter Arbeitnehmer verdiente laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr durchschnittlich 4.100 Euro brutto im Monat. Das sind 49.200 Euro pro Jahr – ohne Sonder­zahlungen, wie Urlaubs-, Weihnachtsgeld oder sonstigen Corona-Prämien.

Die Branchen mit den höchsten Verdiensten waren im Jahr 2021 laut Statistikinstitut destatis die Bereiche Energieversorgung, Information und Kommunikation und Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Die Beschäftigten verdienten im Monat durchschnittlich zwischen 5.207 und 5.693 Euro brutto. Die niedrigsten Bruttomonatsverdienste wurden im Gastgewerbe mit 2.138 Euro gezahlt.

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Schaut man innerhalb der Branchen noch eine Gliederungsebene tiefer, ist die Spannbreite bei den Verdiensten noch ausgeprägter: die Branche Gewinnung von Erdöl und Erdgas (6.617 Euro) führt hier das Ranking an, vor Kokerei und Mineralölverarbeitung (6.410 Euro) und Rundfunkveranstalter (6.018 Euro).

Am unteren Ende des Rankings rangieren die Bereiche Beherbergung (2.116 Euro), Gastronomie (2.156 Euro), sowie Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften (2.494 Euro). Das sind die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Doch es gibt viele weitere Institute oder Analysen, die das Durchschnittsgehalt in Deutschland berechnen und teilweise zu anderen Ergebnissen kommen.

Netto, Brutto, Vollzeit, Teilzeit

Wichtig ist auch, ob sich die Gehaltsangabe auf den Netto oder den Bruttowert bezieht, oder ob die Beschäftigten Vollzeit oder Teilzeit arbeiten.

Durchschnittliche Bruttomonatsverdienste: Männer verdienen deutlich mehr

Eine gängige Berechnung des Gehalts ist der durchschnittliche Bruttoverdienst pro Monat. Diesen weist etwa das Statistische Bundesamt jedes Jahr aus. Im Jahr 2020 betrug der Durchschnittliche Bruttomonatsverdienst 4.081 Euro. Männer (4.260 Euro) verdienen deutlich mehr als Frauen (3.638 Euro). Das ist also eine Variante von einem Durchschnittsgehalt Deutschland.

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Leben mit weniger als 16.300 Euro im Jahr

Armut und geringes Gehalt… Natürlich gibt es neben den Gehältern an der Spitze der vorangegangenen Studien, auch Zahlen darüber, wie wenig Menschen in Deutschland verdienen. Es zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wie viele Bürgerinnen und Bürger mit wenig Gehalt auskommen müssen. Zu den 40 % der Bevölkerung mit den geringsten Einkommen zählen überdurchschnittlich oft Personen aus Alleinerziehenden-Haushalten.

Fast zwei Drittel (64,6 %) von ihnen verfügten 2021 über ein Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 22.000 Euro im Jahr, bei gut einem Drittel (33,2 %) betrug es weniger als 16.300 Euro. Ähnliches gilt für Personen in Haushalten mit zwei Erwachsenen und drei oder mehr Kindern: 57,7 % der Personen dieser Haushalte hatten ein Nettoeinkommen von weniger als 22.000 Euro im Jahr.

Auch mehr als die Hälfte der allein lebenden Erwachsenen leben mit einem Einkommen von unter 22.000 Euro im Jahr. Knapp ein Drittel (32,2 %) der Alleinlebenden verfügte über ein Einkommen von weniger als 16.300 Euro und war demnach der untersten Einkommensgruppe zuzurechnen.

Personen in Haushalten, in denen zwei bzw. drei oder mehr Erwachsene zusammenlebten, ließen sich hingegen häufiger den zwei oberen der fünf Einkommensgruppen zuordnen (49,0 % bzw. 55,7 %).

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