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Forum / Arbeitswelt

Rentenanspruch bei < 1 Jahr Luxembourg  

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Hans123
1 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

Hallo,

den Rentenanspruch in Luxembourg erhält man ja ab 1 Jahr Beschäftigung in Lux und min. 10 Jahren im europäischen Ausland. Lohnt es sich finanziell (bzgl. der Rente) das 1 Jahr in Lux voll zu machen? Ich frage deshalb, weil ich den Arbeitgeber zurück nach D wechsele und wahrscheinlich gerade so unter dem  1 Jahr bleibe.

Vielen Dank!

Mfg


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vor 2 Monaten   

Deine Annahme ist ein altes Märchen. Deine Ansprüche sind im ersten Jahr nicht anders als in den Folgejahren. 


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meisterdeslichts
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vor 2 Monaten   

Ich würde mir überlegen ob ich nicht das Jahr voll mache und dann freiwillig in die Lux Rentenkasse weiter einzahle... Aus D kannst Du nicht viel Rente erwarten....

https://www.ccss.lu/fileadmin/file/ccss/PDF/Formulaires/Ass_Volontaires/Anweisungen_zur_freiwilligen_Rentenversicherung.pdf#pageMode=bookmarks

https://www.ccss.lu/fileadmin/file/ccss/PDF/Formulaires/Ass_Volontaires/ASSVOL_PENS_Demande_D.pdf#pageMode=bookmarks


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Jumbo
623 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

Um Gottes Willen bleibe auf jeden Fall in Luxemburg.

Wenn du mehr als 1 Jahr in Lux arbeitest erhälst du päter für dieses 1 Jahr Rente aus Lux.

Und die ist immer besser als eine dt. Rente.


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2545 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

Facepalm.

Liebe Leute, Rentenanspruch aus Luxemburg entsteht bereits nach rund 8h Arbeitszeit, die Ansprüche hier <1Jahr verfallen ja nicht, die werden nur nicht getrennt abgehandelt sondern von dem Träger (egal was das Leben noch bringt) der den größten Anteil hat mit abgerechnet. Das könnte je nach Lebensweg zB auch die Schweiz oder zB Frankreich sein.

Es ist schon erschreckend mit welchen uralten Märchen langjährige Grenzgänger hier noch unterwegs sind.

Übrigens, hier geht es um einen Anspruch der später kaum >70Euro Rente pro Monat liegen wird. Das ist sicherlich auch Geld, aber große Sprünge wird man mit dem Geld auch nicht machen können. Mal ganz abgesehen davon das auch für Luxemburg niemand sagen kann was da noch kommen wird in zB 20 Jahren.


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KrK
56 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

Was in 20 Jahren sein wird, wird niemand genau sagen können, das ist richtig.

Was man aber jetzt schon definitiv konstatieren kann, ist, dass das luxemburger Rentensystem total marode ist. Selbst der Chef der Rentenkasse selbst bezeichnet das staatliche Rentensystem als Schneeballsystem, was nur dadurch noch aufrechterhalten wird, dass immer mehr junge Leute hinzu kommen, die die DERZEIT vergleichsweise NOCH wenigen Rentenbezieher finanzieren.

http://www.lessentiel.lu/de/luxemburg/story/kritik-an-luxemburger-rentensystem-31657559

Objektiv klar ist, dass dieses System in dieser Form nicht mehr lange weiter bestehen kann. So fordert selbst schon ein luxemburger Gewerkschaftschef zur Aufrechterhaltung bereits eine Beitragserhöhung von den jetzigen 24% auf 30% des Bruttolohns  (genauer der steuerpflichtigen Lohnmasse) an insgesamten Rentenrückstellungen (was ja das Problem auch nicht löst, da dann der Staat erst wieder mehr Rentenzuschüsse zahlen müsste). 

1,5 % Beschäftigungszuwachs brauchen sie etwa im Jahr, dass das System nicht gleich zusammenbricht. Spätestens, wenn die Leute der Boomjahre (also Ende der 80er und 90er-Jahre) in Rente gehen (was sehr bald der Fall sein wird), wird sich das Problem erheblich zuspitzen.

(Und ganz nebenbei muss man sich auch im Klaren darüber sein, dass der zur Aufrechterhaltung des kurzfristig weiteren Dahinwurschtelns im Rentensystem zwingend erforderliche Beschäftigungszuwachs mit einer weiteren Verschlechterung der Verkehrssituation einhergeht, was auch nur begrenzt möglich ist)

Da kann man auch gleich ins Kasino gehen (da hat man wenigstens noch verlässliche nachteilhafte Quoten), bevor man in so ein Fass ohne Boden freiwillig was investiert. Wie gesagt, es ist nicht eine Frage des Ob, sondern des Wann und Wie das Rentensystem umstrukturiert werden muss (also keine so Minireförmchen wie 2012, sondern signifikante Aenderungen, = defacto deutlich weniger Rente). 


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foxi1000
24 Nachrichten

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vor 2 Monaten   
Veröffentlicht von: KrK

Was in 20 Jahren sein wird, wird niemand genau sagen können, das ist richtig.

Was man aber jetzt schon definitiv konstatieren kann, ist, dass das luxemburger Rentensystem total marode ist. Selbst der Chef der Rentenkasse selbst bezeichnet das staatliche Rentensystem als Schneeballsystem, was nur dadurch noch aufrechterhalten wird, dass immer mehr junge Leute hinzu kommen, die die DERZEIT vergleichsweise NOCH wenigen Rentenbezieher finanzieren.

http://www.lessentiel.lu/de/luxemburg/story/kritik-an-luxemburger-rentensystem-31657559

Objektiv klar ist, dass dieses System in dieser Form nicht mehr lange weiter bestehen kann. So fordert selbst schon ein luxemburger Gewerkschaftschef zur Aufrechterhaltung bereits eine Beitragserhöhung von den jetzigen 24% auf 30% des Bruttolohns  (genauer der steuerpflichtigen Lohnmasse) an insgesamten Rentenrückstellungen (was ja das Problem auch nicht löst, da dann der Staat erst wieder mehr Rentenzuschüsse zahlen müsste). 

1,5 % Beschäftigungszuwachs brauchen sie etwa im Jahr, dass das System nicht gleich zusammenbricht. Spätestens, wenn die Leute der Boomjahre (also Ende der 80er und 90er-Jahre) in Rente gehen (was sehr bald der Fall sein wird), wird sich das Problem erheblich zuspitzen.

(Und ganz nebenbei muss man sich auch im Klaren darüber sein, dass der zur Aufrechterhaltung des kurzfristig weiteren Dahinwurschtelns im Rentensystem zwingend erforderliche Beschäftigungszuwachs mit einer weiteren Verschlechterung der Verkehrssituation einhergeht, was auch nur begrenzt möglich ist)

Da kann man auch gleich ins Kasino gehen (da hat man wenigstens noch verlässliche nachteilhafte Quoten), bevor man in so ein Fass ohne Boden freiwillig was investiert. Wie gesagt, es ist nicht eine Frage des Ob, sondern des Wann und Wie das Rentensystem umstrukturiert werden muss (also keine so Minireförmchen wie 2012, sondern signifikante Aenderungen, = defacto deutlich weniger Rente). 

Vielleicht tritt dieses Horrorszenario ein, vielleicht aber auch nicht.

Wir leben im "hier und jetzt" und somit allen Grenzgängern ein schönes Wochenende.

 


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Baker
59 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

Die Rente bekommst du aus dem Land ausgezahlt wo du zu letzt über einem Jahr gearbeitet hast. Die Punkte die du während deiner Arbeitszeit sammelst werden innerhalb der EU übernommen. Wenn du 10 Jahre in Lux voll hast bekommst du ein separate aus Lux.


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foxi1000
24 Nachrichten

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vor 2 Monaten   
Veröffentlicht von: Baker

Die Rente bekommst du aus dem Land ausgezahlt wo du zu letzt über einem Jahr gearbeitet hast. Die Punkte die du während deiner Arbeitszeit sammelst werden innerhalb der EU übernommen. Wenn du 10 Jahre in Lux voll hast bekommst du ein separate aus Lux.

Ab einem Jahr bekommst Du die Rente aus Luxemburg bezahlt.


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Muggel
60 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

Auf jeden Fall! Ich habe genau 1 Jahr in Luxemburg gearbeitet. War dann arbeitslos und wurde von dem Deutschen Arbeitsamt quasi aufgrund meines Alters von 55 Jahren!!! zwangsverrentet. Für knapp 40 Jahre Beiträge in die deutsche Rente bekomme ich aktuell 708,12€ monatlich und das auch nur, weil ich wegen Diabetes, etc. einen Behinderungsgrad habe. Für genau 1 Jahr Beiträge in die Luxemburger Rente bekomme ich aktuell dagegen 143,66€! Wenn man dies im Verhältnis sieht, ist ganz klar, dass die Luxemburger Rente viel besser ist. Ich kenne auch viele Deutsche, die im Grenzgebiet leben und ihr Leben lang in Luxemburg gearbeitet haben und die eine Wahnsinnsrente aus Luxemburg bekommen. Im Schnitt gibt es mehr als ca. 35% zur Deutschen Rente. Leider konnte ich keine 5 Jahre in Luxemburg einzahlen, dann hätten die Luxemburger meine Beiträge aus Deutschland geholt und ich hätte heute mind. 35% mehr monatlich im Geldbeutel. Es lohnt sich auf jeden Fall. Ich lebe dies jeden Monat. Informieren Sie sich über CNAP im Internet. Dort gibt es Alles was wichtig ist auch in Deutsch und auf jeden Fall eine Rente beantragen!! Und wenn es nur ein geringer Betrag ist, auf jeden Fall im Verhältnis mehr, als wenn man diese Beiträge über die Deutsche Rente beantragt. Es gibt auch die Möglichkeit freiwillige Beiträge in die Luxemburger Rente einzuzahlen. Einfach klären.


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MischMasch
Trier | Deutschland | 142 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

Bei Versicherungszeiten von weniger als einem Jahr lese ich nur, dass die Beitragsmonate im Großherzogtum Luxemburg vom Träger des Wohnsitzlandes berücksichtigt werden, jedoch keinen Anspruch auf Leistungsbezug vonseiten der luxemburgischen Rentenkasse begründen. D.h. die Zeiten werden in D übenommen, jedoch nicht die Beiträge !(?)

Aktuell zahlt Lux. ca. 85% vom Durchschnittsbeitrag aus (brutto), Deutschland jedoch nur 42%.  Meine Empfehlung wäre, irgenwie das 1 Jahr voll zu machen. Was in 20 Jahren daraus wird, muss man sehen...


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vor 2 Monaten   

Ich empfehle einfach allen die es schriftlich haben wollen dieses Dokument zu lesen "D_Broschuere_Alterspension.pdf"

Ich hoffe das ich nicht noch ne google Anleitung liefern muss.


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abc123
469 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

@muggel: ." Leider konnte ich keine 5 Jahre in Luxemburg einzahlen, dann hätten die Luxemburger meine Beiträge aus Deutschland geholt und ich hätte heute mind. 35% mehr monatlich im Geldbeutel."

Gibt es hierzu eine rechtssichere Quelle? Dann muss ich sowohl die CNAP als auch die deutsche Rentenversicherung verklagen, da die Anrechnung und Zahlung der einzelnen Renten gänzlich anders verläuft.


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Fahrzeugfahrer
10 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

Hi ABC123 ich glaube @Muggel meinte die Kalkulation der Beiträge, die er/sie hätte tätigen müssen. Das war m.E. nicht richtig dargestellt. Wenn man freiwillig in die Lux-Rentenkasse einzahlt, gibt es ja verschiedene Varianten. 

 

Z.B. 16% vom Mindestlohn oder 5 Jahre befristet nur 1/3 vom gesetzlichen Mindestlohn. 

 

 

 


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Muggel
60 Nachrichten

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vor 2 Monaten   

Hallo Fahrzeugfahrer, ich habe keine Kalkulation der Beiträge gemeint, sondern ganz klar und aus dem Leben heraus geschildert was ich momentan und aktuell nach 1 Jahr Luxemburg arbeiten und nach knapp 40 Jahren Deutschland arbeiten an monatlicher Rente bekomme. Wie man einen Antrag stellt und wieviel einem zusteht, kann man über www.cnap.lu (Rentenkasse Luxemburg), ADEM (Arbeitsamt Luxemburg) oder über die Steuerbehörden in Luxemburg erfahren. Man muss weder klagen, noch sonst irgendwelche Hürden einbauen. Und vor allem braucht man keine 5 Jahre private Rentenbeiträge einzahlen!!!! Dies nur zur Info!!!

Und Abc, Sie brauchen keinen Rechtsstreit vom Zaun brechen. Halten Sie sich einfach an die Fakten und interpretieren Sie die auch so, wie ich sie geschildert habe. Wenn Sie jetzt schon Rente beziehen wollen, ist es auch ganz einfach und wenn nicht, haben Sie auf jeden Fall ebenfalls Anspruch aufgrund des einen Jahres auf Luxemburger Rente. Dann bekommen Sie eben monatlich zwei Renten; eine aus Luxemburg und eine aus Deutschland. Das mit den 35% mehr war nur ein Beispiel, wie easy die Luxemburger Rente ist und nicht nur die.