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Gesellschaft

Migrationsbewegungen und Grenzen: Zwischen Regulierung und Integration

3. Forum Großregion stellt sich den akuten gesellschaftlichen Herausforderungen

Veröffentlicht par Eddy Thor die 04/04/2019 | 191 Ansichten

In der Großregion pendeln immer mehr Menschen über die Grenze zur Arbeit

„Migrationsbewegungen und Grenzen: Zwischen Regulierung und Integration“ – so lautete das Thema des „Forum Großregion“ im März 2019.

Es war die dritte Ausgabe einer Reihe von Diskussionsveranstaltungen im Haus der Großregion, die die Wissenschaftler des „UniGR-Center for Border Studies“ im Rahmen eines Interreg VA Großregion-Projekts organisieren.

Unter der Leitung von Birte Nienaber (Universität Luxemburg) und Piero Galloro (Universität Lothringen) wurden mit den eingeladenen Experten historische Migrationsbewegungen in der Großregion vorgestellt und aktuelle Fragen lebhaft diskutiert: etwa inwiefern sich die Verschärfung der Grenzkontrollen auf Migrationsbewegungen und flüchtende Familien auswirkt, welche Integrationsmaßnahmen in verschiedenen Teilregionen greifen, welche Rolle Erwerbsarbeit für die Integration spielt oder inwiefern die Großregion besser von Zuwanderung profitieren kann.

Es wurde sehr deutlich, dass die Themen Migration und Integration stark durch nationale Grenzen bestimmt sind und zumeist auf der nationalen oder lokalen Ebene gelebt werden – ein grenzüberschreitendes Konzept für die Großregion aber fehlt und ein Austausch zwischen den Akteuren in der Großregion bisher kaum stattfindet.

Unter der Teilnahme des deutschen und französischen Botschafters in Luxemburg traten die folgenden Migrationsexperten in regen Austausch miteinander und den 60 Teilnehmern im Publikum:

  • Sevim Taşçı (Stabsstelle Integration des Saarlandes)
  • Fatima Mezzouj (Direktorin des französischen Amts für Einwanderung und Integration)
  • Yves Schmidt (Direktor der CARITAS Luxemburg)
  • Yvan Gastaut (Universität Nizza – Laboratoire URMIS)
  • Massimiliano Livi (Universität Trier)

Das 3. Forum Großregion setzte die Reihe der sechs öffentlichen Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen der Grenzraumforschung erfolgreich fort und untermauerte einmal mehr seine Bedeutung als Austauschplattform zwischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung.

Das nächste Forum Großregion findet am 21.11.2019 zum Thema „Neubelebung der Innenstädte: eine Analyse des Verbraucherverhaltens in den Grenzräumen der Großregion” statt. (Quelle: granderegion.net)

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