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Gesellschaft

Obama besucht Dresden und KZ Buchenwald

US-Präsident Barack Obama ist heute auf Deutschland-Besuch. Die Visite beginnt im Grünen Gewölbe des Dresdner Schlosses. Am Nachmittag besichtigt Obama in Begleitung von Kanzlerin Angela Merkel das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald. Das Foto zeigt die US-Flagge in der Dresdner Altstadt.

Veröffentlicht par KaptanListe die 05/06/2009 | 874 Ansichten

Obama besucht Dresden und KZ Buchenwald

US-Präsident Barack Obama ist heute auf Deutschland-Besuch. Der Präsident, der am Donnerstagabend in Dresden eingetroffen war, beginnt seine Visite im Grünen Gewölbe des Dresdner Schlosses, wo er sich in die Goldenen Bücher von Stadt und Land einträgt. Im Anschluss berät er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über internationale Fragen. Am Nachmittag besichtigt Obama mit Merkel das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar. Danach besucht er die US-Soldaten im US-Militärhospital in Landstuhl, bevor er nach Frankreich weiterreist. Einem Zeitungsbericht zufolge will Merkel auch über eine Teilnahme des US-Präsidenten an den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestags des Mauerfalls sprechen. Merkel plane ein “Stelldichein der großen Staatsmänner in Berlin”, berichtete die “Leipziger Volkszeitung”. Käme Obama am 9. November nach Berlin könnten auch andere Staatschefs zum Brandenburger Tor kommen. Es wäre Obamas erster offizieller Präsidentenbesuch in Berlin. Nach Ansicht von FDP-Chef Guido Westerwelle reist Obama bewusst nicht nach Berlin. Dies dürfe “durchaus als Geste” verstanden werden, sagte er der “Passauer Neuen Presse”. Als Grund nannte der FDP-Vorsitzende, “wie wenig in Berlin die Tiefe und Ernsthaftigkeit des amerikanischen Politikwechsels seit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten verstanden wird”. Vor seinem Eintreffen in Deutschland hatte Obama sich in einer Grundsatzrede in Kairo für eine entschlossene Ablehnung von Antisemitismus ausgesprochen. Versuche zur Leugnung des Holocaust seien “grundlos, ignorant und hasserfüllt”, sagte Obama. Das KZ Buchenwald nannte Obama “Teil eines Netzwerks von Lagern, in denen Juden versklavt, gefoltert, erschossen und vergast wurden”. Die alternativlose Unterstützung der USA für die Existenz Israels sei gerade auch “in dieser tragischen Geschichte verwurzelt”. In seiner Ansprache an die Muslime rief der US-Präsident zudem zu einem Neuanfang in gegenseitigem Respekt auf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verwies auf den geschichtlichen Zusammenhang der Obama-Reise. “Das Konzentrationslager Buchenwald, die Schlachtfelder in Nordfrankreich und die Zerstörung Dresdens stehen beispielhaft für das furchtbare Leid durch den von Deutschland über Europa gebrachten Zivilisationsbruch der Shoa und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges”, sagte sie der “Leipziger Volkszeitung”.

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