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Mobilität

Bessere Mobilität in der Großregion

Das Städtenetzwerk QuattroPole will sich dafür einsetzen, dass das Schienennetz zwischen Trier, Luxemburg, Saarbrücken und Metz verbessert wird.

Veröffentlicht par KaptanListe die 22/09/2009 | 2.170 Ansichten

Bessere Mobilität

Frühstück in Trier, Mittagessen in Saarbrücken, Kaffee in Metz und Abendessen in Luxemburg – eine solche Rundreise durch die QuattroPole-Städte mit einem Zug wird vielleicht in absehbarer Zukunft möglich werden. Die Oberbürgermeister Klaus Jensen (Trier), Charlotte Britz (Saarbrücken) und Paul Helminger (Luxemburg) sowie Richard Lioger, der in Vertretung des Metzer Oberbürgermeisters Dominique Gros am Lenkungsausschuss QuattroPole im Trierer ERA Congress Center teilnahm, wollen sich jedenfalls für eine solche attraktive Schienenverbindung zwischen den QuattroPole-Städten einsetzen.

Der Ringverkehr, der das Städtenetz im Zwei-Stunden-Takt verbinden könnte, sei für Touristen und Pendler gleichermaßen interessant und beschleunige die Verbindungen innerhalb des Städtenetzes, so Britz. Rund zehn Minuten sparten die Fahrgäste pro Strecke zwischen den einzelnen QuattroPole-Städten, zwischen Luxemburg und Trier dauere die Fahrt nach ersten Modellrechnungen nur noch 35 statt bisher 44 Minuten. Die Kooperation auf der Schiene soll das bisherige System der vier unterschiedlichen regionalen Anbieter ersetzen. „Wir etablieren eine neue Denkweise, Mehrkosten gegenüber dem jetzigen System entstehen nicht“, versicherte Triers OB Jensen. Zudem würde das Vorhaben durch die Europäische Union gefördert.

picWollen sich für eine bessere Verbindung im Städtenetz einsetzen (v. l.): Beigeordneter Richard Lioger (Metz), Paul Helminger (Luxemburg), Charlotte Britz (Saarbrücken) und Klaus Jensen (Trier).

Mit diesem Projekt greifen die QuattroPole-Städte einer Handlungsempfehlung vor, die Vertreter der Universität Trier auf der Grundlage von jahrelangen repräsentativen Befragungen in Trier, Metz, Saarbrücken und Luxemburg erarbeitet haben. Darin wird unter anderem neben der Schaffung eines Verkehrsverbundes auf Schiene und Bus, die Betonung der Kultur als Wirtschaftsfaktor sowie der Abbau von Sprachbarrieren angeraten. Der Metzer Beigeordnete Lioger plädierte dafür, die dynamischen Kräfte der Universitäten stärker zu nutzen und wies auf die Eröffnung des Centre Pompidous im Mai kommenden Jahres hin.

Darüber hinaus wollen die QuattroPole-Vertreter ihre Zusammenarbeit auf weitere Bereiche ausdehnen. Es sei angedacht, die Stadtwerke in den Bereichen Energieversorgung und Netzentwicklung zusammenzuführen und auch dort Akzente zu setzen, sagte Triers OB Jensen. Auf großes Interesse stieß das Angebot Helmingers, am luxemburgischen Stand bei der Weltausstellung in Shanghai im kommenden Jahr nicht nur das Großherzogtum, sondern auch die QuattroPole-Region zu präsentieren.

Quelle: Stadt Trier

 

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