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Mobilität

Zu wenig Bahnfahrer unter Grenzgängern

Nach wie vor pendelt nur ein geringer Anteil der Grenzgänger aus Deutschland mit der Bahn zur Arbeit nach Luxemburg. Ein einheitlicher Tarif für die Großregion wird wohl nicht so schnell realisiert.

Veröffentlicht par KaptanListe die 11/03/2015 | 3.254 Ansichten

1.795 Dauerkarten für die Bahn hat die luxemburgische Eisenbahngesellschaft CFL im letzten Jahr an Grenzgänger aus Deutschland verkauft.

Das ist das Ergebnis einer parlamentarischen Anfrage, auf die Verkehrsminister François Bausch (Déi Gréng) reagiert hat.

Demnach liegt der Anteil bei gerade einmal 4,5 Prozent, geht man von rund 41.000 Pendlern aus, die regelmässig zu ihrer Arbeit nach Luxemburg fahren.
Aus Frankreich fahren mit 9,5 Prozent deutlich mehr Grengänger mit der Bahn.

Ebenfalls hat sich Bausch zur Nachfrage eines einheitlichen Tarifes für die Großregion geäußert.
Der Minister sieht in dieser Richtung derzeit keinen Handlungsbedarf, da sich die Tarife ohnehin sehr ähneln würden.
So kostet die Monatskarte von Trier nach Luxemburg 85,80 Euro, das Ökoticket für Fahrten mit Bus und Bahn innerhalb Luxemburgs ist für 50 Euro zu haben.
Pendler aus Frankreich zahlen 85,80 Euro und Grenzgänger aus Belgien sogar 91,50 Euro im Monat.   

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Anderswo im Internet

rollenderrubel
378 Kommentare
Vor 6 Jahren

MrGarlic, du bist nicht zufällig Daniel? :D

[URL]http://www.lessentiel.lu/fr/news/story/11474420[/URL]
(Sehr lustige Leserkommentare)

Oder auf deutsch – ohne lustige Leserkommentare:
[URL]http://www.lessentiel.lu/de/news/story/Park-Rides-platzen-aus-allen-Naehten-26752855[/URL]

info
2771 Kommentare
Vor 6 Jahren

Wenn ich zwischen dem Grenzübergang Wasserbillig und Mertert über eine neu Abfahrt zur Bahnlinie käme und dort von einem Parkplatz an einen Pendlerbahnhof gehen könnte würde ich genau das machen. Leider gibt es diese Lösung nicht.

Trabbi
4 Kommentare
Vor 6 Jahren

Ich (und viele andere Saarländer) würden auch sofort zu öffentlichen Verkehrsmitteln wechseln, wenn
- es von Merzig aus mehr Busrouten mit kürzerer Fahrzeit gäbe
- es die Bahnstrecke Merzig-Luxembourg gäbe

Zudem stimme ich meinen Vorrednern zu: Es scheint zwar die Definition für "Grenzgänger" in den Köpfen der Politiker zu sein, aber es kommt eben NICHT jeder Grenzgänger aus Trier und NICHT jeder Grenzgänger arbeitet auf dem Kirchberg.

Pendlerheld
32 Kommentare
Vor 6 Jahren

Ich fahre täglich mit dem Bus ab Grenze Mesenich und desöfteren auch mit der Bahn. Aber wenn kein Stau ist eigentlich viel lieber mit dem Bus, denn die Bahn ist absolut unzuverlässig. Ständige Verspätungen, teilweise über 30 Min. Wenn der Zug nicht schon zu spät abfährt, dann hält er fast immer irgendwo mitten auf der Strecke für einige Minuten aus irgendwelchen Gründen.

Auch verstehe ich nicht, warum die Verbindung so elend langsam ist. Von Trier nach Luxemburg eine Stunde Fahrt (wenn nichts dazwischenkommt !) ist einfach indiskutabel langsam ! Meistens werden sogar eher 1 Stunde 15 Minuten oder mehr daraus. Ich würde gerne mit der Bahn fahren, aber diese muss auch leistungsfähig sein.

rollenderrubel
378 Kommentare
Vor 6 Jahren

Ja, das ist echt schade. Zugegeben ist es zwar nicht gerade einfach, die Situation im Grenzgebiet, wo viele Pendler dezentral wohnen, für so viele wie möglich zu verbessern, aber gerade mit größeren P&R-Plätzen ließe sich doch schon viel gewinnen. Gerade das letzte Teilstück der Autobahn nutzen ja wirklich die meisten Auto-Pendler, egal, ob sie in Trier wohnen oder nicht. Da könnte man mehr rausholen.

In manchen Situationen können Fahrgemeinschaften eine halbwegs gute Lösung sein.