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Politik

GM: Jede fünfte Stelle muss weg

Der angeschlagene US-Autobauer General Motors könnte bis zum Jahr 2011 insgesamt 30 Milliarden US-Dollar an Hilfen vom Staat benötigen. Zehntausende Entlassungen stehen an. Die Zukubft von Opel bleibt voeerst ungewiss.

Veröffentlicht par KaptanListe die 18/02/2009 | 1.291 Ansichten

Die Rettung des angeschlagenen US-Autobauers General Motors vor dem endgültigen Kollaps könnte in den kommenden drei Jahren bis zu 30 Milliarden Dollar an staatlichen Hilfsgeldern verschlingen. In einem in Washington vorgelegten Sanierungskonzept bat GM um weitere Milliardenkredite und kündigte die Streichung von weltweit 47.000 Stellen an. Eine Entscheidung über die deutsche Tochter Opel steht laut GM noch aus.

Die 30 Milliarden Dollar (etwa 23,7 Milliarden Euro) seien der schlimmste Fall, legte GM in seinem Sanierungsplan für das US-Finanzministerium dar. Bei einer weniger schlechten wirtschaftlichen Entwicklung würden nur 22,5 Milliarden Dollar benötigt. Zur Überbrückung bis 2011 will das Unternehmen den Angaben zufolge weitere 16,6 Milliarden Dollar staatlicher Hilfen beantragen. General Motors hatte bereits zwei staatliche Überbrückungskredite von 9,4 Milliarden Dollar und vier Milliarden Dollar erhalten, um einen Zusammenbruch abzuwenden.

In der Frage möglicher Werksschließungen oder Veräußerungen bei der deutschen Tochter Opel legte sich GM noch nicht fest. Das Sanierungsprogramm könne “mehrere mögliche Schließungen/Verkäufe von Produktionsstätten an Standorten mit hohen Kosten” in Europa beinhalten, hieß es in dem Dokument ohne weitere Details. Der Konzern machte klar, dass er auf staatliche Hilfe auch von den Regierungen ausländischer Standorte setze.

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GM-Produktion Opel in Europa
Grafik: AFP

GM stehe dabei “in Diskussionen mit der deutschen Regierung”, heißt es in dem 117-seitigen Sanierungskonzept. “Eine nachhaltige Strategie für das Europageschäft von GM könnte eine Partnerschaft mit der deutschen Regierung und/oder anderen europäischen Regierungen beinhalten”.

Saab vor Insolvenz

Besonders dringlich ist die Lage bei der schwedischen GM-Tochter Saab. Diese könnte schon in diesem Monat pleite gehen, sollte die schwedische Regierung das Unternehmen nicht unterstützen, teilte GM mit. Unterdessen kündigte die Regierung in Stockholm an, Saab werde ein Darlehen bei der Europäischen Investitionsbank beantragen.

GM-Chef Rick Wagoner sagte, sein Konzern könne bei einer Umsetzung des Sanierungskonzepts binnen 24 Monaten “nachhaltige Profitabilität” erreichen.

Auch der Autokonzern Chrysler legte dem Finanzministerium ein Sanierungskonzept vor. Die bereits erhaltene Notfallhilfe in Höhe von vier Milliarden Dollar reiche nicht aus, um das Überleben des Konzerns zu sichern, es würde weitere fünf Milliarden Dollar benötigt, hieß es darin.

Die US-Regierung sagte eine gründliche Prüfung der Sanierungspläne zu, von denen sie ihre bis zum 31. März erwartete Entscheidung über weitere Hilfszahlungen abhängig machen will.

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