Was sind die Krisen? Der luxemburgische Einzelhandel hat sie ziemlich gut überstanden, wenn man dem neuesten Retail Report glauben darf. Mit fast 1,1 Millionen Quadratmetern Verkaufsfläche gewinnt der Sektor nicht nur an Boden in der Landschaft, sondern hat seit 2019 auch kaum Geschäfte verloren.

Diese beruhigende Feststellung haben das Wirtschaftsministerium, die Handelskammer und die Luxembourg Confederation gerade getroffen. Natürlich gibt es dennoch einige Branchen, die das Auf und Ab der Wirtschaftslage härter ausbaden müssen. Dies gilt insbesondere für Telekommunikationsläden (deren Zahl in vier Jahren um 📲-16 % zurückging), Drogerien und Parapharmazie (🧴-6.5 %) oder Bäckereien (🥖-4 %). Gleichzeitig stellen die Studienpartner jedoch fest, dass die Zahl der Geschäfte, die sich dem Lebensmittelhandel widmen (🥫+ 21 % zwischen 2019 und 2023).

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Heute gibt es im Großherzogtum mehr als 5.800 Geschäfte (einschließlich der 2.500 Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes), was im Vergleich zur Zählung vor der Covid-Krise immer noch eine stabile Zahl ist. Unter den Trends, die sich aus dem Retail Report ergeben, ist jedoch der plötzliche Durchbruch von Hard-Discount-Supermärkten hervorzuheben.

Seit 2019 ist die Zahl der Geschäfte, die Waren und Lebensmittel zu “Schnäppchenpreisen” anbieten, sprunghaft angestiegen: +20%! Ein bemerkenswerter Wandel in einem Land, das sich aufgrund der hohen Kaufkraft seiner Einwohner lange Zeit gegen Geschäfte wehrte, die Waren zu (sehr) niedrigen Preisen anboten.

Spiegel-Effekt

Zwar haben die Luxemburger nach wie vor ein gut gefülltes Geldbörse (mit 37.000 € jährlicher Kaufkraft die höchste in der Eurozone), aber die Armut breitet sich aus. Einer von fünf Einwohnern des Großherzogtums ist von Armut bedroht. Außerdem hat die Inflation trotz der Indizes einen Teil des Einkommens der im Inland konsumierenden Bevölkerung (einschließlich der Grenzgänger) aufgezehrt, und die Verbraucher sind ängstlich geworden (lieber sparen als Geld ausgeben).

All dies kann also die Attraktivität von Geschäften, die den Geldbeutel schonen, für die Öffentlichkeit erklären. Und als Spiegeleffekt haben sich neue Billiganbieter im Großherzogtum niedergelassen (Lidl, Aldi, Colruyt, Action und andere).

Es ist also logisch, dass sich die Verkaufsfläche der Hard-Discounter in Luxemburg innerhalb von vier Jahren um 30 % vergrößert hat!

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